Geschichtliches
Die Theaterwerkstatt wurde 1988 von Wilfried Seyfarth, damals Deutschlehrer am Ratsgymnasium, ins Leben gerufen. Wurden die ersten Inszenierungen noch allein unter seiner Regie erarbeitet, so suchte er ab 1990/91 den Kontakt zu Odeon-Intendant Jörg-Peter Nebelung, einem der Urväter der Theaterpädagogik in Deutschland. Der Dramaturg, Regisseur und Schauspieler Nebelung hatte kurz zuvor das "Theaterpädagogische Modell Goslar" ins Leben gerufen, das bis heute einzigartig in Deutschland ist. Die theaterpädagogische Arbeit in Goslar wurde schnell zu einem integralen Bestandteil des musisch-kulturellen Unterrichts und wird bis heute konsequent an allen Goslarer Schulen durchgeführt. Ein Angebot der Goslarer Theaterpädagogik ist die AG-Betreuung durch einen Theaterprofi. 1993 übernahm Dramaturg und Regisseur Axel Dücker die theaterpädagogische Arbeit und ab 1994 zusammen mit Seyfarth auch die Leitung der Theaterwerkstatt. 2003 übergab Seyfarth seinen Posten an Asita Tarbiat. Seit 2005 leitet Anette Steinberg gemeinsam mit Axel Dücker die Theaterarbeit am Ratsgymnasium.

Stücke
Seit 1988 wurde (mit zwei Ausnahmen) jedes Jahr ein Schauspiel produziert. Der Qualitätsanspruch ist hoch, die Anforderungen an die Akteure sind es (bewusst) auch. Theater wird immer wieder zur Grenzerfahrung. Ein Ziel der Theaterwerkstatt ist es, sich gemeinsam mit den Schülern (Klassen 9 - 13) mit Themen und Werken der dramatischen Literatur zu beschäftigen, die durchaus außerhalb des normalen Erlebnishorizontes eines Schülers und auch außerhalb des üblichen Schultheaterrepertoires liegen. Nach einer Kennenlernphase stellen die AG-Leiter drei bis vier "besetzbare" Stücke vor, aus denen per Mehrheitsbeschluss eines ausgewählt wird. Die Besetzung der Rollen erfolgt durch die Regie.

Die Bühne
Das Ratsgymnasium verfügt über eine Aula, in der 250 bis 300 Zuschauer Platz finden (davon 60 auf einer Empore) und die von einem etwa 12 m hohen Tonnengewölbe überspannt wird. Die Bühne selbst ist circa 71 m² groß (Breite ca. 9,5 m, Tiefe ca. 7,5 m). Sie verfügt links und rechts über zwei kleine Seitenbühnen und Zugang zu einem Nebenraum, über den wiederum der Zugang zu anderen Klassenräumen besteht. Der hintere Teil der Bühne wird nach oben in 4 m Höhe von einer Akustikdecke abgeschlossen, die gern auch als "2.Stockwerk" genutzt wird. Die gesamte Bühne ist mit einem schwarzen Aushang nebst Soffitten ausgestattet. In 5 m Höhe wird die Aula in regelmäßigen Abständen von 60 mm starken Querträgern durchzogen, die sich als ideale Aufhängungsmöglichkeiten für Scheinwerfer erwiesen haben. Neben der klassischen Guckkastenbühne wurden schon die unterschiedlichsten Bühnenfomen erprobt (Arena, Raumbühne usw.) und auch die Empore im rückwärtigen Bereich der Aula wurde schon zur zweistöckigen Bühne umfunktioniert.

Bühnenbild und Kostüme
Im Lauf der vergangenen 20 Jahre ist ein umfangreicher Fundus für Bühnenbild, Kostüm und Requisite entstanden. Die Theaterwerkstatt verfügt mittlerweile über einige hundert Quadratmeter Kulissenwände aus verstärkten Hartfaserplatten inklusive Türen, Fenstern, Bögen, Säulen usw. Ein kleines Möbellager ist ebenfalls verfügbar. Für jede Inszenierung entstehen darüber hinaus spezifische Bühnenbildelemente. Im Kostümfundus befinden sich ebenfalls einige hundert Kostümteile nebst Hüten, Schuhen, Koffern, Taschen usw.

Licht und Tontechnik
Die Theaterwerkstatt verfügt über eine durchaus ausreichende Tontechnik (Mischpult, Verstärker, Lautsprecher, Mikrofone etc.), die bei Bedarf ergänzt werden kann.

Für die Beleuchtung stehen mittlerweile maximal 61 Scheinwerfer mit 52 KW Leistung zur Verfügung, die über 24 Dimmer und eine spezielle Steuersoftware geregelt werden. Die Software und die Schnittstelle (PC zu D54 bzw. DMX512) sind Eigenentwicklungen. Sie bieten die Möglichkeit, maximal 125 Kreise in beliebig vielen Stimmungen zu verwalten, inklusive zeitgesteuerten Überblendungen, Effekten, Patch usw.

die Scheinwerfer im Einzelnen:

Anzahl Leistung Typ
7 2 KW Profilscheinwerfer
1 2 KW Verfolger
3 1 KW PC
1 650 W Stufenlinse
24 500 W Fluter

und bei Bedarf zusätzlich:
16 1 KW PAR 64

 

 

 

 

 

 

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